Passionsandachten in der Karwoche

Liebe Gemeindeglieder,

in der Karwoche feiern wir gemeinsam von Karmontag bis Karmittwoch am Abend Passionsandachten. Da diese nicht - wie geplant - in unserer Kirche in Gauselfingen stattfinden können, finden Sie hier die liturgischen Bausteine, um sich gemeinsam zu Hause der Leidensgeschichte Jesu zu erinnern. Hierzu läuten unsere Kirchenglocken um 18.30 Uhr. 

Durch die sogenannte "Heilige Woche", also von Palmsonntag bis Ostermontag, begleiten uns in fortlaufender Lesung die Texte des Markus-Evangeliums: Leiden, Sterben und Auferstehung Jesu (Kapitel 14-16).

Lied: Ich liege, Herr, in deiner Hut (EG 486,1+2+9-11)

1. Ich liege, Herr, in deiner Hut / und schlafe ganz mit Frieden. / Dem, der in deinen Armen ruht, / ist wahre Rast beschieden.

 

2. Du bist's allein, Herr, der stets wacht, / zu helfen und zu stillen, / wenn mich die Schatten finstrer Nacht / mit jäher Angst erfüllen.

 

9. Ich weiß, dass auch der Tag, der kommt, / mir deine Nähe kündet / und dass sich alles, was mir frommt, / in deinen Ratschluss findet.

 

10. Sind nun die dunklen Stunden da, / soll hell vor mir erstehen, / was du, als ich den Weg nicht sah, / zu meinem Heil ersehen.

 

11. Du hast die Lider mir berührt. / Ich schlafe ohne Sorgen. / Der mich in diese Nacht geführt, / der leitet mich auch morgen.

 

Text: Jochen Klepper 1938; Melodie: Fritz Werner 1951

Psalm 31 (EG 716)

Herr, auf dich traue ich, lass mich nimmermehr zuschanden werden,

errette mich durch deine Gerechtigkeit!

 

Neige deine Ohren zu mir, hilf mir eilends!

Sei mir ein starker Fels und eine Burg, dass du mir helfest!

 

Denn du bist mein Fels und meine Burg,

und um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen.

 

Du wollest mich aus dem Netze ziehen, das sie mir heimlich stellten;

denn du bist meine Stärke.

 

In deine Hände befehle ich meinen Geist;

du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.

 

Ich freue mich und bin fröhlich über deine Güte,

dass du mein Elend ansiehst und nimmst dich meiner an in Not

 

und übergibst mich nicht in die Hände des Feindes;

du stellst meine Füße auf weiten Raum.

 

Ich aber, Herr, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott!

Meine Zeit steht in deinen Händen.

 

Errette mich von der Hand meiner Feinde

und von denen, die mich verfolgen.

 

Lass leuchten dein Antlitz über deinem Knecht;

hilf mir durch deine Güte!

Lied: Bleib mit deiner Gnade bei uns (EG 787.8) – dreimal gesungen

Bleib mit deiner Gnade bei uns, / Herr Jesu Christ. /

Ach bleib mit deiner Gnade bei uns, / du treuer Gott.

 

Text, Melodie und Satz: Jacques Berthier, Taizé 1982

Fortlaufende Lesung: Leidensgeschichte nach dem Markus-Evangelium

[Palmsonntag: Markus 14,1-11]

    [Die Salbung in Betanien; Der Verrat des Judas] nur zur Info!!!

Montag: Markus 14,12-42

Das Abendmahl; Die Ankündigung der Verleugnung des Petrus; Jesus in Gethsemane

Den Bibeltext finden Sie hier.

 

Dienstag: Markus 14,43-72

Jesu Gefangennahme; Jesus vor dem Hohen Rat; Die Verleugnung des Petrus

 

Den Bibeltext finden Sie hier.

 

 

Mittwoch: Markus 15,1-20a

Jesus vor Pilatus; Jesu Verurteilung und Verspottung

Den Bibeltext finden Sie hier.

Lied: Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken (EG 91,1-5)

1. Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken, / mich in das Meer der Liebe zu versenken, / die dich bewog, von aller Schuld des Bösen / uns zu erlösen.

 

2. Vereint mit Gott, ein Mensch gleich uns auf Erden / und bis zum Tod am Kreuz gehorsam werden, / an unsrer Statt gemartert und zerschlagen, / die Sünde tragen:

 

3. welch wundervoll hochheiliges Geschäfte! / Sinn ich ihm nach, so zagen meine Kräfte, / mein Herz erbebt; ich seh und ich empfinde / den Fluch der Sünde.

 

4. Gott ist gerecht, ein Rächer alles Bösen; / Gott ist die Lieb und lässt die Welt erlösen. / Dies kann mein Geist mit Schrecken und Entzücken / am Kreuz erblicken.

 

5. Seh ich dein Kreuz den Klugen dieser Erden / ein Ärgernis und eine Torheit werden: / so sei's doch mir, trotz allen frechen Spottes, / die Weisheit Gottes.

 

Text: Christian Fürchtegott Gellert 1757; Melodie: Johann Crüger 1640 nach Guillaume Franc 1543 (zu Psalm 23)

Fürbittengebet

(nach Velkd)

 

Ratlos sind wir, Gott, und bringen unsere Ratlosigkeit vor dich.

Erbarme dich unser.

 

In Sorge um unsere Angehörigen und um uns selbst sind wir.

Wir bringen unsere Sorge vor dich.

Erbarme dich unser.

 

Bedrückt sind wir. Wir bringen unsere Angst vor dich.

Erbarme dich unser.

 

Dankbar sind wir für alle Menschen, die uns Mut machen.

Wir danken dir dafür.

 

Mitten hinein in unsere Angst schenkst du uns das Leben.

Du schenkst uns Musik, neue Gemeinschaft

und die Fürsorge unserer Freunde und Nachbarn.

Wir danken dir dafür.

 

Du schenkst uns Inspiration und Kreativität, Freundlichkeit und Mut.

Wir danken dir dafür.

 

Du schenkst uns den Glauben, die Liebe und die Hoffnung.

Dir vertrauen wir uns an – heute, morgen und an jedem neuen Tag.

Amen.

 

Vater unser im Himmel …

 

Abendgebet (altes Kirchengebet)

Unser Abendgebet steige auf zu dir, Herr,

und es senke sich auf uns herab dein Erbarmen.

Dein ist der Tag und dein ist die Nacht.

Lass, wenn des Tages Schein vergeht,

das Licht deiner Wahrheit uns leuchten.

Geleite uns zur Ruhe der Nacht

und vollende dein Werk an uns in Ewigkeit.

Amen.

Segen

Der Herr segne uns und behüte uns.

Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.

Der Herr erhebe sein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden.

Amen.

Lied: Der Abend kommt (EG 673,1-4)

1. Der Abend kommt. Nun enden unsre Wege. / Du Gott der Stille, deinen Frieden lege / auf unser Haus und auf das dunkle Land, / und lass uns ruhn in deiner guten Hand.

 

2. Die Nacht ist tief. Sie hält das Herz gefangen. / Wo wir auf dunklen Wegen irrgegangen, / führ du uns selbst, dass neu dein Tag beginnt, / und wir von deinem Licht durchdrungen sind.

 

3. Die Nacht ist bang. Gib uns, dass Frieden werde. / Sieh diese arme, leidzerrissne Erde. / Du Gott des Friedens, ende allen Streit. / Mach uns zu Friedensboten dieser Zeit.

 

4. Es kommt dein Morgen. Bleib mit deiner Güte / bei allen Menschen. Schütze und behüte, / was du erschaffen, bis dein Tag anbricht, / und wir dich schaun, dich und dein helles Licht.

 

Text: Jörg Zink 1992; Melodie: Hans-Jürgen Hufeisen 1992